Geschichte

Vorsitzende  Majestäten

 

In der ersten Satzung heißt es im §1:

„Unter dem Namen Schützenverein hat sich am 01. Juni 1869 auf Grund dieser Statuten hier ein Verein gebildet, welcher den Zweck verfolgen wird, durch öftere Übungen im Büchsenschießen die Mitglieder zu tüchtigen Schützen heranzubilden und zu erhalten und durch ein alljährlich abzuhaltendes Fest die besten Schützen durch Prämien auszuzeichnen, auch durch diese Festlichkeit ein Volksfest zu gründen.“

 

Gründer des Vereins waren die „fünf Heinriche“, Heinrich Balhorn, Heinrich Homann, Heinrich Heisecke, Heinrich Niebuhr und Heinrich Schmidt. Heinrich Schmidt war erster Vorsitzender. Der Verein bestand im Gründungsjahr aus 44 Mitgliedern.

 

Im § 14 der Satzung heißt es:

„Gewünscht wird, dass ein jedes Mitglied sich am Festzug beteilige; gezwungen sind diejenigen Mitglieder, die das vierzigste Lebensjahr noch nicht erreicht, sowohl zu allen Aus- und Einzügen als auch zu den vom Vorstande anzuordnenden Exerzierübungen.“

 

Berücksichtigt man das politische Umfeld dieser Zeit, wird deutlich, dass die Gründung von Schützenvereinen zur „vormilitärischen Erziehung“ gewünscht ist. Preußen hat den Krieg von 1866 gegen Österreich hinter sich und bereitet sich auf einen Krieg gegen Frankreich vor. Mit ihm das im Norddeutschen Bund verbündete Herzogtum Braunschweig. 1870/1871 kommt es schließlich zum Deutsch-Französischen Krieg.

Bismarck einigt nach dem Sieg über die Franzosen das Reich. Der preußische König Wilhelm der Erste wird deutscher Kaiser. Einigkeits- und Vaterlandsgedanke gewinnen an Wert. So besinnt sich auch der Schützenverein auf ideelle Werte Er führt eine Sammlung zum Erwerb einer Vereinsfahne durch. Den Auftrag erhält die Firma Wollmann in Braunschweig. Die Kosten belaufen sich auf 48 Taler. Die Grundfarben sind die Grundfarben des Herzogtums Braunschweig: Blau und gelb.

 

Festordnung:

Die Aufstellung des  Schützenkorps zum Hinausmarsche findet am ersten Tage des Königsschießens nach beendigtem Gottesdienste am zweiten Tage Morgens 8 Uhr auf einem zu bestimmenden Platze statt.

An jedem Abend der Königsschützentage zieht das Schützenkorps auf gleiche Weise wie beim Ausmarsche, vom Schützenplatze hinein.

 

1886: Der Schützenverein nimmt einen Kredit in Höhe von 600,-  Mark auf und errichtet ein Festzelt mit Fußboden und Holzdach.

 

1902: Am 02.10. führt der Verein das erste Schweinepreisschießen durch.

 

1906: Der Verein baut den Schießtand in der Mulde am Brunnenhäuschen mit Bahnschwellen aus und führt dort seine Schießübungen bis 1939 aus. Mit Kriegsbeginn wird das Schießen eingestellt.

 

1953: Mit Aufhebung des Waffenverbots durch die Britische Militärregierung beginnt der Verein im Saal des Gasthauses Schulze mit Luftgewehren auf Kugelfänge zu schießen. Dies wird kurze Zeit später aus Sicherheitsgründen untersagt. Mit Genehmigung des Wirtes Fritz Schulze errichtet der Verein einen Schießstand als Anbau zum Saal. Zwischenzeitlich stellt Schulze seinen Kaffeegarten zum Schießen zur Verfügung.

 

1969: Zum 100-jährigen Bestehen wird die Anschaffung einer neuen Fahne beschlossen. Für die Fahne gehen 2.045,- DM an Spenden ein. Die Kosten der Fahne betragen 1.086,- DM. Die Fahnenweihe zum hundertjährigen Bestehen führt der Vorsitzende des Kreisschützenbundes, Günther Stern, durch.

 

1976: Der Petersilienverein feiert 25-jährigs Bestehen. Die Frauen dürfen eine Petersilienkönigin ausschießen.

 

1977: Die Schützenfrauen dürfen erstmals an einem getrennten Tisch das Schützenfrühstück im Saal mit einnehmen

 

1988: Bereits nach knapp 10 Jahren muss die neue Fahne für 1.650,- DM restauriert werden. Hierfür werden Spendengelder der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemeinde eingesetzt.

 

1994: Der Verein feiert vom 08. bis 10. Juli sein 125-jähriges Jubiläum.

 

1999: Ampleben wird 800 Jahre, der Schützenverein 130 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum wird das neu errichtete Schützenhaus beim Schützenfest vom 04. bis 11. Juli erstmals genutzt.

 

2006: Die stark lädierte zweite Fahne wird durch eine neue ersetzt. Diese wird durch die Firma Wawra in Vienenburg gestickt und kostet mit Zubehör 2.200,- Euro.

Die feierliche Fahnenweihe mit einer Serenade bei Fackelschein nimmt der Vorsitzende des Kreisschützenbundes, Bernfried Keye, vor. Im Zuge der Weihe tragen ein Chor und ein Blasorchester Kompositionen des Ampleber Chronisten und Musikers Horst Bartels vor. Dies sind: Eine zu diesem Zweck komponierte Fanfare und die Gesangsstücke, Ampleber Schützenmarsch, Heimwerkersong und Schelm vom Elm.

 

2011: Der Verein überdacht den Eingangsbereich.

 

2012: Eine Mannschaft des Vereins mit Bernhard Kühn, Lutz Strobach und Friedrich-Wilhelm Garbe nimmt mit dem Luftgewehr an den deutschen Meisterschaften in Dortmund teil.

 

2013: Der Verein führt sein nunmehr 18. Schweinepreisschießen in Folge mit 230 Teilnehmern durch. Die Preisverteilung, 1. Preis: 600,- Euro,  feiern ca. 50 Feuerwehrleute und Gäste im Feuerwehrhaus, 170 Gäste im Schützenhaus.

Der im Schießwesen äußerst aktive Verein, der in diesem Jahr über 118 Mitglieder verfügt, verabschiedet sich von der Scheibenzuganlage und baut eine moderne elektronische Schießanlage ein. Die Finanzierung erfolgt über Zuschüsse vom Landessportbund, der Sportförderung des Landkreises und Spenden von Mitgliedern und Sponsoren. Der Aus- und Umbau des Schützenhauses erfolgt zur Drosselung der Kosten in Eigenarbeit unter der Leitung von Lutz Strobach.

 

2016: Der Verein baut auf dem Schützenhausvorplatz eine Blöckhütte. Sie dient mehreren Zwecken: 1. der Aufbewahrung von Mobiliar des Schützenhauses für Feiern. 2. Der Nutzung als Imbissstand oder Sektbar bei Schützenfesten. 3. Der Bereitstellung und Ausgabe von Preisen bei Schweinepreisschießen.